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Handgeschnitzte Krippe vom Apotheker

Nach 34 Jahren verlässt Apotheker Valentin Walter seine Wirkungsstätte und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Seine handgeschnitzte Krippe, die Herr Wagner vom Sonnenhang in Egglham gestaltet hat, zierte jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit sein Schaufenster und erfreute vor allem  auch die Kinder. So kam er zusammen mit seiner Ehefrau Marlis auf Idee, der Schule dieses Kunstwerk zu schenken. Sehr erfreut über die wunderschöne  Krippe, die sehr gut in die mit Holz gestaltete Aula passt, nahm Schulleiterin

Ernestina Hasenberger das wertvolle Geschenk in Empfang und bedankte sich recht herzlich.

 

Kinder am PC: Virtuell ist ganz normal

Kinder gehen ganz selbstverständlich mit Computer-Technik um. Zwei Beispiele aus der Region zeigen auf, wie dies pädagogisch sinnvoll genutzt werden kann.

Von Stefanie Lindner (Artikel: Passauer Neue Presse am 26.11.2011)

 

Ein Hase erscheint am Bildschirm, hinter ihm eine Comic-Sonne. Selinas Finger geht nach oben: "It’s sunny today!" Richtige Antwort. Zum Überprüfen muss sie das Wort nur anklicken. Kein Quietschen, nur ein leises Streifen dessen, was aussieht wie ein gewöhnlicher Stift. Kreide und Schwamm sucht man in den Klassenräumen der Grundschule Egglham (Lkr. Rottal-Inn) vergebens. Stattdessen schauen die Kinder seit zwei Schuljahren zum "Whiteboard": zu einem weißen Bildschirm, der fast alles kann, was ein normaler Computer kann. Die kleine Landschule ist eine der ersten in Bayern, die mit den Whiteboards ausgerüstet wurden – zum Staunen bringt das die Viertklässler aber überhaupt nicht.

 "Der Wow-Effekt bei den Kindern blieb aus", sagt Schulleiterin Ernestina Hasenberger mit einem Lächeln. Denn der Computer ist für die Kleinen Alltag: Auf die Frage an die 20 Kinder der Klasse 4, wer auch zu Hause einen Rechner benutzt, gehen fast alle Hände nach oben. Einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest zufolge (2010) sind es 15 Prozent der 6- bis 13-Jährigen, die sogar einen eigenen Computer besitzen. Trotz der modernen Ausstattung – die Egglhamer Viertklässler wissen noch, wie es früher war. Auf die Frage, ob ihm das Whiteboard oder die Tafel besser gefällt, sagt Erik: "Ich mag beides. Auf der Tafel kann man alles mit Kreide selber machen, und hier kann man besser schreiben."

 Das Whiteboard sei einfach ein Alltagsarbeitsgerät, will Schulleiterin Ernestina Hasenberger die moderne Technik nicht in den Vordergrund des Unterrichts spielen. Für motorische Fähigkeiten und Grundkenntnisse wie Schreiben und Lesen reiche es nicht, "den Kindern einfach ein Programm vorzusetzen". Doch das Gerät – Hasenberger schätzt die Anschaffungskosten auf etwa 3000 Euro pro Stück – hat einige Vorteile: Die Lehrerinnen können sowohl Unterrichtsergebnisse als auch eigene Materialien abspeichern und sparen Papier und Folien. Denn statt eines Tageslichtprojektors stehen in Egglham "Objektkameras", mit denen sich ein Eichenblatt oder ein Pilz ganz einfach groß an der elektronischen Tafel zeigen lässt. Sollen die Grundschüler einen Film sehen oder Musik hören, muss nicht extra ein Gerät ins Klassenzimmer gekarrt werden. Die Lehrerin erstellt die Tafelbilder einfach daheim am Computer.

Hausaufgaben werden ins Heft geschrieben

  Heißt das, ohne eigenen PC oder Laptop zu Hause kommt ein Grundschulkind nicht mehr zurecht? Schulleiterin Hasenberger verneint entschieden. Zwar wachse die heutige Generation anders auf, freilich. Aber zu viel virtuelle Welt für zu kleine Kinder – das könne Probleme mit der Feinmotorik ergeben. Deswegen schreiben auch die Egglhamer Grundschüler ihre Hausaufgaben in ein ganz normales Heft.

 An Kinder, die außerhalb des Schulunterrichts mehr über den Computer und das Internet erfahren möchten, richtet sich die Passauer "Einstein Bildungswerkstatt". Inhaber Stefan Aigner bietet neben klassischer Nachhilfe Computerkurse für die Kleinen. Schon seit 1989. "Am Anfang bin ich ausgelacht worden", beschreibt er die Skepsis vieler Eltern. Heute könne seine vierjährige Tochter ihm sein iPad erklären. "Sie hat Pixie-Kinderbücher als App." Die Einstein-Kurse seien spielerisch aufgebaut, so etwa die "Zehn-Finger-Rallye", die Kinder mit Buchstaben, die verschiedene Farben tragen, und Geschichten das Zehn-Finger-Tippen vermitteln sollen. Es gehe in den Kinderkursen weniger um die korrekte Handhabung von Programmen, sondern darum, den Computer als "Werkzeug" nutzen zu können. Natürlich, sein Angebot gleiche Defizite der Schulen aus, sagt Aigner. Nur vereinzelte Schulen wie in Egglham bänden den Computer in den Unterricht ein.

 "Es spricht nichts dagegen, wenn auch Kindergartenkinder bereits früh an den Computer herangeführt werden", sagt Prof. Dr. Thomas Knieper, Inhaber des Lehrstuhls für Computervermittelte Kommunikation an der Universität Passau. "Man sollte als Eltern jedoch darauf achten, dass die Inhalte kindgerecht sind." Kinder einfach vor den Bildschirm zu setzen, sei natürlich gar nicht gut, betont auch Computerschulleiter Stefan Aigner. Ohnehin geben die Eltern die Internetadressen ein, wenn die kleinen Computernutzer noch nicht schreiben können, weiß Knieper als Experte für Medienpädagogik. Die Kinder verbringen die Zeit vor dem Bildschirm so gemeinsam mit einem Elternteil.

"Computer sind keine Babysitter"

  Die Vorteile sind: "Kinder lernen spielerisch den Umgang mit der Maus oder dem Touch Pad − sie werden dabei motorisch gefördert und können über das Erlebte unmittelbar mit ihren Eltern sprechen." Das bedeutet natürlich einen hohen Zeitaufwand für die Eltern. "Computer sind keine Babysitter", stellt Knieper klar. Den scheinen etwas ältere Kinder auch gar nicht mehr zu brauchen, wenn es um Computer geht. Chatten etwa – also Unterhaltungen via Bildschirmnachrichten führen – das tun die meisten 12- bis 13-Jährigen allein.

 Laut Studie nutzt gut die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen den Computer regelmäßig. Etwas weniger, 42 Prozent, gehen mindestens einmal pro Woche ins Internet. Mädchen und Buben unterscheiden sich kaum. Nach dem Fernseher ist der Computer in der Altersgruppe jedenfalls das wichtigste Medium. Ein Viertel der befragten Kinder würde von allen Medien am wenigsten auf den Rechner verzichten wollen.

 

Egglhamer Schule unterstützt Arnstorfer Tafel

Das Motto der diesjährigen Adventszeit „ Wir können im Dunkeln nicht leben“

nahm  die Schulfamilie  wörtlich und sammelte wieder

Lebensmittel um Bedürftigen der Umgebung ein schönes Weihnachtsfest zu

ermöglichen.

Nudeln, Mehl, Zucker und vieles mehr wurden in den letzten Wochen eifrig von Eltern und Schülern angeliefert. Zur Übergabe kam die Leiterin der Arnstorfer Tafel Elke Steiger  zusammen mit ihrer örtlichen Mitarbeiterin Rosemarie Fischer zu einer kleinen Feier an die Schule. Stellvertretender Bürgermeister Herrmann Etzel  fand die Aktion so wichtig, dass es sich auch Zeit für die Übergabe nahm. Er bedankte sich recht herzlich bei den Schulkindern für die zahlreichen Spenden:  „ Wir leben alle im Überfluss, deshalb ist es wichtig, dass man schon von klein auf ein Gespür  dafür bekommt , wie man anderen  helfen kann, denen es nicht so gut geht.“ Die Schüler der 4. Klasse demonstrierten unter der Leitung von Melanie Steininger in einem Lichtertanz und mit einer Geschichte anschaulich, wie Licht zu den Mitmenschen gebracht werden kann. Anschließend erklärte Elke Steiger die Aufgaben  der Arnstorfer Tafel und dass sich  in Pfarrkirchen die nächste Stelle für die Lebensmittelausgabe befinde. Sie bedankte sich recht herzlich für die fleißig gesammelten Lebensmittel. Die musikalische Gestaltung der Feier übernahm Gisela Zwerenz mit der Chor- und Instrumentalgruppe.

 

Gratulationsfeier für den neuen Landrat

Bevor Herr Michael Fahmüller endgültig die Gemeinde als Bürgermeister verlässt, gab es in der Schule eine kleine Gratulationsfeier.  Zuerst drückte der Schulchor unter der Leitung von Gisela Zwerenz in einem Gratulationslied seine Wünsche für die Zukunft aus. Danach überbrachte Elternbeiratsvorsitzende Cornelia Häussler mit Symbole für die fünf Sinne ihre Wünsche für den neuen Landrat zum Ausdruck.

Nach dem Cowboytanz der Tanzgruppe um Isabella Schramm und Stefanie Obendorfer ernannten sie Herrn Fahmüller zum „Sheriff von Rottal-Inn“. Das Geschenk der Lehrerschaft überreichte Schulleiterin Ernestina Hasenberger in Form eines Adventskalenders und wünschte dem scheidenden Bürgermeister vor allem Gesundheit und Gottes Segen. Mit einem irischen Segengruß verabschiedete sich die Schulfamilie von ihrem Bürgermeister. Als Dank für die schöne Feier bekam jedes Kind noch ein Überraschungsei von Herrn Fahmüller.